Nachrichten aus den Barockstädten
Neuer Rekord an Übernachtungen in Linz
Mit 738.555 Nächtigungen in den Linzer Hotels und Beherbergungsbetrieben hat die Kulturhauptstadt Europas 2009 zu einer neuen Rekordmarke in der Linzer Tourismusstatistik beigetragen.
Knapp 10% betrug die Steigerung auf das gesamte Jahr bezogen. Das Dezember-Ergebnis 2009 erbrachte einen Zuwachs von 2,9% gegenüber dem bereits starken Dezember 2008. Im Dezember 2008 gab es bereits einen Nächtigungszuwachs von 8,7%, der das Kulturhauptstadtjahr einleitete.
Herkunft der Gäste
Die Zuwachsraten im Jahr 2009 kamen insbesondere aus Österreich (+ 19,9%), aus Deutschland (+ 15,6%) sowie aus den Nachbarländern Schweiz (+ 28%), Tschechien (+ 28%) und Italien (+ 4,7%).
Die Nächtigungen aus den klassischen Geschäftsreise-Herkunftsländer sind dramatisch zurückgegangen. So reduzierten sich die Nächtigungen aus China um 44,4%, aus Russland um 38,5%, aus den USA um 32,2%, aus Großbritannien um 30,2% oder aus den Arabischen Ländern um 26,8%.
Hier wird deutlich, so Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl, dass sich die Strategie, im Marketing auf Österreich, Deutschland und die weiteren Nachbarstaaten zu setzen als richtig erwiesen hat. Linz hat damit erstmals die magische Schwelle von 700.000 Nächtigungen überschritten. Gerade die Österreicher haben Linz im Jahr 2009 entdeckt, so KR Manfred Grubauer, der Vorsitzende des Tourismusverbandes Linz.
Das Jahr 2009 war einerseits von zusätzlichen Gästen, die wegen der Kulturhauptstadt nach Linz kamen und andererseits von ausbleibenden Geschäftsleuten geprägt, die im Zusammenhang mit der weltweiten Krisenentwicklung ihre Reisetätigkeit deutlich einschränkten.
In dieser Analyse wird klar, dass nicht nur der Zuwachs der Nächtigungen von 9,5% im abgelaufenen Jahr der Kulturhauptstadt zuzurechnen ist, sondern auch eine Kompensation ausbleibender Business-Gäste, die in der Größenordnung von weiteren 10 bis 15 Prozent zu veranschlagen ist.
Verteilung auf die einzelnen Hotelkategorien
Verteilt auf die verschiedenen Kategorien konnte in den 4 Sterne Betrieben mit 12% der größte Zuwachs erzielt werden. Dies hängt auch damit zusammen, dass im Laufe des Jahres 2009 zwei Betriebe (Hotel am Domplatz, 142 Betten ab April 2009 und Hotel Park Inn, 350 Betten ab Mai 2009) hinzu kamen. Die Betriebe der 3 Stern Kategorie verzeichneten einen Zuwachs von 3,1 %. In dieser Kategorie wurde ein weiteres Haus eröffnet (Hotel Harry’s Home, 130 Betten ab Juli 2009). Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass es durch Neukategorisierungen bzw. einen Verzicht auf Kategorisierung einzelner Häuser zu Verschiebungen zwischen der 3 Stern und der 2 Stern Kategorie gekommen ist, die auf dieses Ergebnis stark verzerrend wirken. Insofern ist ein Vergleich gegenüber dem Vorjahr nur für die Gesamtsumme der 3 und 2 Stern Betriebe korrekt darstellbar. Hier ergibt sich für die Gesamtgruppe der 2- und 3-Stern Betriebe eine Steigerung von 7 %.
Der Tourismusverband Linz als erfolgreicher Partner im Kulturmarketing
Der Tourismusverband Linz hat alleine im Rahmen seiner Wochenend-Packages mehr als 5.000 Nächtigungen verkauft. Dies bedeutete gegenüber 2008 eine Steigerung um mehr als das Vierfache. Dazu kommen zahlreiche Kooperationen mit Reiseveranstaltern, die ebenfalls von außergewöhnlichen Steigerungen der Buchungszahlen im Jahr 2009 berichten. Die Anzahl der betreuten Gruppen konnte beim Tourismusverband um mehr als das Zweieinhalbfache der Vorjahre gesteigert werden. Aus diesen Daten lässt sich der positive Effekt der Kulturhauptstadt sehr deutlich nachweisen.
Der Tourismusverband Linz hat sich darauf konzentriert, das außergewöhnliche Programm von Linz09 für die Gäste zu „übersetzen“ und für viele Vertreter der Reisebranche und der Medien transparent zu machen und faszinierend darzustellen. Damit ist im Vergleich zu Graz etwas gelungen, das auch für die künftige Zusammenarbeit von Kultur und Tourismus Maßstäbe gesetzt hat, so Tourismusreferent Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl.
Man ist besonders stolz darauf, so Tourismusdirektor Georg Steiner, dass man die Herausforderung bewältigt hat, für eine Programmstruktur, die außerhalb des Mainstreams sehr viele neue, aber zu Linz passende Formate beinhaltete, eine hohe Gästefrequenz nach Linz zu bringen. Damit ist viel Kompetenz für künftiges Kultur- und Städtemarketing zusammen mit den Linzer Institutionen aus Kultur, Handel und der Freizeitwirtschaft geschaffen worden, so Vorsitzender KR Manfred Grubauer. Es gelte nun, so Grubauer, den Schwung und die neuen Formate für die kommenden Jahre weiter zu entwickeln, um die positive Gästeresonanz auch künftig für interessante Angebote nutzen zu können.
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Mozarts Geburtshaus in neuem Glanz
Salzburg. Nach der kühnen und kontroversen Sonderausstellungen des amerikanischen Licht- und Installationskünstlers Robert Wilson erstrahlt die Wohnung der Familie Mozart in Mozarts Geburtshaus nun wieder in ihrer architektonischen Ursprünglichkeit und Schlichtheit.
Seit 26.3.2009 ist in Salzburg anstelle der viel diskutierten Sonderausstellung von Robert Wilson nun die neue Dauerausstellung „Die Mozarts - Eine Familie stellt sich vor“ im 3. Stock des Mozarts Geburtshauses zu erleben. Thomas Wizany, Salzburger Architekt und Karikaturist und Gabriele Ramsauer, Leiterin der Mozart-Museen, sind für die Neugestaltung der vier Räume in der Wohnung der Familie Mozart verantwortlich.
Die neue Ausstellung stellt die Mitglieder der Familie Mozart in den Mittelpunkt und beleuchtet vor dem Hintergrund der authentischen Wohnräume die Lebensgeschichte der Familie, ihre Herkunft, ihre Persönlichkeit, ihre Charaktermerkmale, sowie die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander: Vater Leopold Mozart als „Bummelstudent“ an der Salzburger Universität, als strenger Vater oder pflichtbewusster Hofmusiker; Wolfgang Amadeus Mozart als Genie mit überschäumendem Humor und seine ältere Schwester Nannerl, die als Musikerin in seinem Schatten stand; schließlich Mozarts Ehefrau Constanze, die als leichtfertig und verschwenderisch galt und sehr musikalisch und gebildet war. Ein Stammbaum belegt die spannende Familiengeschichte bis zu den letzten Nachkommen Nannerls im 20. Jahrhundert. Die originalen Räume der Wohnung präsentieren sich nun in architektonischer Ursprünglichkeit und Schlichtheit und machen eine unvergleichliche Atmosphäre spürbar. Dazu werden zahlreiche Briefe, Dokumente, Porträts und wertvolle originale Erinnerungsstücke aus dem persönlichen Besitz Wolfgang Amadeus Mozarts, wie seine Kindergeige, gezeigt.
Thomas Wizany hat bereits 2007 die Ausstellung "Mozart auf dem Theater" im zweiten Stock und 2008 die Ausstellung "Alltag eines Wunderkindes" im ersten Stock erfolgreich gestaltet. Auch künftig will Gabriele Ramsauer, Leiterin der Mozart-Museen, die Zusammenarbeit mit Thomas Wizany fortzusetzen, um noch den hinteren Teil des 3. Obergeschoßes neu zu arrangieren. Hier plant man die Ereignisse rund um Mozart, von seinem Tod bis zur heutigen Zeit, anschaulich zu inszenieren. www.mozarteum.at
Die Mozartmuseen sind mit ca. 490.000 Besuchern jährlich eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Salzburg, und werden nur von der Festung Hohensalzburg und seinem Museum übertroffen.